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		<title>Erste Di&#228;ten</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:59:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die fr&#252;heste <strong>Di&#228;t</strong> der Menschheitsgeschichte war keine freiwillige! J&#228;ger und Sammler hatten keine <a title="Schlank = sch&#246;n – War das schon immer so?" href="http://www.diaet2.de/diaetgeschichte/schlank-schoen/">Figurprobleme</a>. Sie mussten oft kilometerweite Strecken zur&#252;cklegen, um &#252;berhaupt an Essen zu kommen! J&#228;ger mussten oft Tage, manchmal Wochen warten, bis sie etwas erlegten. Vorratshaltung war problematisch. Man lebte von der Hand in den Mund. Trockenfr&#252;chte, N&#252;sse und getrocknete Fleischstreifen ebneten den Weg zur Vorratshaltung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die fr&#252;heste <strong>Di&#228;t</strong> der Menschheitsgeschichte war keine freiwillige! J&#228;ger und Sammler hatten keine <a title="Schlank = sch&#246;n – War das schon immer so?" href="http://www.diaet2.de/diaetgeschichte/schlank-schoen/">Figurprobleme</a>. Sie mussten oft kilometerweite Strecken zur&#252;cklegen, um &#252;berhaupt an Essen zu kommen! J&#228;ger mussten oft Tage, manchmal Wochen warten, bis sie etwas erlegten. Vorratshaltung war problematisch. Man lebte von der Hand in den Mund. Trockenfr&#252;chte, N&#252;sse und getrocknete Fleischstreifen ebneten den Weg zur Vorratshaltung. Erst mit der Sesshaftigkeit und dem gezielten Anbau von Feldfr&#252;chten und Getreide konnte man Vorr&#228;te anzulegen. Dick wurde man allerdings nicht, weil man einen Teil der Vorr&#228;te f&#252;r die n&#228;chste Aussaat zur&#252;ckhalten musste und einen anderen an die Oberen abgab. Die Landbev&#246;lkerung im 18. und 19. Jahrhundert labte sich an Haferbrei und Pellkartoffeln. Speckseiten, Gem&#252;se, Obst oder Fisch kamen kaum auf den Tisch. 16 Stunden Arbeit sorgten daf&#252;r, dass man keine Figurprobleme hatte.</p>
<p>Wann die ersten Di&#228;tanweisungen gegen Figurprobleme entstanden, ist im Dunkel der Geschichte verloren gegangen. Bereits in der Antike riet Hippokrates zu fleischloser Kost, harter Arbeit und FKK. Heute w&#252;rde man sein Konzept als Rohkost mit Fitness und gen&#252;gend Lichteinwirkung zur Bildung von Vitamin D verkaufen k&#246;nnen. Der Grieche Pythagoras befasste sich bereits im 6. Jahrhundert vor Christus mit der Lebensf&#252;hrung. Die hie&#223; im Griechischen &#252;brigens díaita! Damals wusste man noch nichts vom Wohlf&#252;hlgewicht, vom<a title="BMI" href="http://www.diaet2.de/bmi/"> Body Mass Index</a>, von N&#228;hrwerttabellen oder Kalorien. Nicht einmal die Personenwaage war schon erfunden. Trotzdem gab es Anweisungen zu einer gesunden Lebensweise. Der Begriff Díaita erstreckte sich auch auf alle Bereiche au&#223;erhalb der Ern&#228;hrung. Es war ein weiter Weg, bevor der Di&#228;tbegriff heutiger Tage als Produkt menschlicher Entwicklung gelten konnte. Wir verstehen unter Di&#228;t meist eine kurzfristige Ern&#228;hrungsumstellung mit dem Ziel, das Gewicht zu reduzieren. Man darf heutzutage zwischen Trennkost, FdH, einer Sieben-Tage-K&#246;rner-Kur, der Hollywood-Star-Di&#228;t, den Weight Watchers und anderen Konzepten w&#228;hlen. Die Waage animiert als unbestechliche Instanz zur Unterdr&#252;ckung eventueller Hungergef&#252;hle und zum Z&#228;hlen von Kalorien oder Punkten. Mit der Di&#228;t entstand auch die Frage: Was war zuerst da &#8211; die moderne Lebensmittelindustrie mit ihren angeblichen Nahrungs-Veredelungen, ihrer Fastfood-, Zucker- und Conveniencefood-Philosophie oder die vollschlanke Figur? Als es zu wenig zu essen ab, galt ein dicker Mensch als wohlhabend. Heute ist die Figur derer, die im Wohlstand leben und sich V&#246;llerei leisten k&#246;nnten, meist schlank und zeugt von Gen&#252;gsamkeit, Ern&#228;hrungs-Disziplin und gelungener Selbstmanipulation.</p>
<p>Es macht Spa&#223;, in einem Di&#228;tratgeber der zwanziger Jahre dieselben Slogans zu lesen, die wir heute kennen &#8211; nur sprachlich anders aufbereitet. Hier gilt Dicksein bereits als sozialer Makel. Dicke sind faul. Schlanke werden als &#228;sthetisch und flei&#223;ig herausgestellt. Da haben wir den Salat! Hatte doch noch im 18. Jahrhundert ein Londoner Arzt propagiert, man solle einfach Seife essen, um Fettp&#246;lsterchen aus dem K&#246;rper zu entfernen! Heute muten historische Di&#228;tanweisungen wie die Wasserdi&#228;t absurd an. Wir identifizieren uns vielleicht eher mit der Bantingkur, die vom britischen Arzt und Anatom William Harvey im 16. Jahrhundert entwickelt wurde. Man sollte viel Fleisch und Gem&#252;se essen, auch Fruchtpudding, Fr&#252;chte und Zwieback waren erlaubt. Tee, Rotwein oder Sherry am Tage, abends ein Schluck Gin, Whisky oder Brandy galten bis ins 19. Jahrhundert hinein als Ern&#228;hrungsideal.</p>
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		<title>Schlank = sch&#246;n – War das schon immer so?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:58:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Irgendwie ist die von Menschen geschaffene Welt ganz sch&#246;n verr&#252;ckt! In Tonga kann man nur K&#246;nig sein, wenn man dick ist! In diesen Gesellschaften steht ein f&#252;lliger K&#246;rper f&#252;r <a title="Geschlechtsspezifisches Essverhalten" href="http://www.diaet2.de/diaet-psyche/">Macht und Bedeutung</a>. Folglich werden schlanke Politiker aus dem Ausland dort auch eher als wenig bedeutend angesehen. In Amerika kann man nur dann ein erfolgreiches Fotomodell sein, wenn man an Magersucht oder Bulimie leidet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie ist die von Menschen geschaffene Welt ganz sch&#246;n verr&#252;ckt! In Tonga kann man nur K&#246;nig sein, wenn man dick ist! In diesen Gesellschaften steht ein f&#252;lliger K&#246;rper f&#252;r Macht und Bedeutung. Folglich werden schlanke Politiker aus dem Ausland dort auch eher als wenig bedeutend angesehen. In Amerika kann man nur dann ein erfolgreiches Fotomodell sein, wenn man an Magersucht oder Bulimie leidet. Wahlweise werden Appetitz&#252;gler, Powerdi&#228;ten oder Kokain eingesetzt, um dem g&#228;ngigen Schlankheitsideal zu entsprechen. Dagegen steht, dass der Durchschnittsamerikaner trotz aller Di&#228;t-Colas und Fatburner immer dicker wird. Er n&#228;hrt sich in den St&#228;dten weitgehend von Labbertoast mit Erdnussbutter, Chicken Wings, Hamburgers, Big Macs und Hot Dogs.</p>
<p><strong>Sch&#246;nheitsideale wandeln sich</strong>. Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat man rundliche Figuren propagiert oder sich in enge Korsette geschn&#252;rt, bis einem die Luft weg blieb. Dabei stand die Figur der Frau meist im Fokus der Aufmerksamkeit, nicht die des Mannes! M&#228;nner erlebten hier wie dort eher einen Bedeutungszuwachs, wenn sie f&#252;llig waren. F&#252;llige Frauen nannte man dick und unsch&#246;n. Undenkbar jedoch, dass ein fetter Ritter sich in seine R&#252;stung qu&#228;len musste. Hoch zu Ross war er st&#228;ndig in Bewegung und nahm an Kreuzz&#252;gen teil. Die h&#228;ufig im Film gezeigte V&#246;llerei bei Hofe kam eher selten vor. Bis ins 17. Jahrhundert hinein war ein f&#252;lliger K&#246;rper ein Symbol f&#252;r Wohlstand und Wohlgen&#228;hrtheit. Das arme Volk hatte eine ganz andere Figur und litt h&#228;ufig Hunger. Es musste einen Teil der Ernte an den Adel oder den Klerus abliefern und konnte sich nur mit Wilderei und verbotenem Fischfang eines Bratens oder Fischgerichtes erfreuen.</p>
<p>Der Maler Peter Paul Rubens bildete also nicht das gew&#246;hnliche Volk ab. Mit dem Korsett konterte man die f&#252;llige Figur in sp&#228;teren Jahrhunderten. Man schn&#252;rte zusammen, was sich zu &#252;ppig zu entfalten drohte. Bis heute nutzt man in Hollywood &#228;hnliche Schlankheitsmethoden, um bis ins hohe Alter eine &#8220;bella figura&#8221; zu machen. So musste k&#252;rzlich die Schauspielerin Joan Collins halb ohnm&#228;chtig ins Krankenhaus geschafft werden, weil sie in der Oscarnacht eine zu enge Korsage getragen hatte. Moderne Frauen bedienen sich der operativen Fettabsaugung, um dem geltenden Schlankheits-Ideal zu entsprechen. M&#228;nner lassen sich gegebenenfalls die Waden aufspritzen, um m&#228;nnlicher zu wirken. So schlank man als Frau wirken m&#246;chte, so &#252;ppig soll aber der Busen sein. Hier sind Silikonimplantate gang und g&#228;be; je gr&#246;&#223;er, desto besser. Das Gef&#252;hl f&#252;r normale Proportionen ist uns l&#228;ngst abhandengekommen. Unsere k&#252;nstlichen Figur-Modifizierungen sind genau so absurd wie die k&#252;nstliche Halsverl&#228;ngerung durch Halsringe bei anderen V&#246;lkern.</p>
<p>Schlank war nicht immer sch&#246;n! Dick aber auch nicht. Da wir modernen Menschen zahlreiche Erkenntnisse zu Gesundheitsthemen und Ern&#228;hrungsfragen haben, k&#246;nnen wir w&#228;hlen. Mit unserer Figur Staat zu machen, muss nicht notwendigerweise hei&#223;en, superschlank oder eindrucksvoll beleibt zu sein. Probieren Sie einfach mal, Ihr pers&#246;nliches Wohlf&#252;hlgewicht herauszufinden und Ihre Ern&#228;hrung lustbetont, aber klug auszuw&#228;hlen. Kleine S&#252;nden d&#252;rfen Sie sich g&#246;nnen, wenn Sie diese durch den Ersatz einer Mahlzeit mit einem <a title="Was bewirkt ein Formula-Drink?" href="http://www.diaet2.de/koerper-diaet/was-bewirkt-ein-formula-drink/">Formula-Di&#228;tdrink</a> und mehr Bewegung ausgleichen. Selbstkasteiung und Di&#228;twahn waren gestern. Heute sind Lebensgenuss, Wellness und Fitness angesagt. Weniger ist mehr, lautet die Devise!</p>
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		<title>Genusstraining</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:56:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen meinen, zu genie&#223;en. Aber tats&#228;chlich ist es kein echter Genuss, sondern nur ein eingebildeter. Auf die Frage, was er eben gegessen habe, antwortet der Mann von Frau Lassen "Keine Ahnung, Hasi - aber es hat gut geschmeckt!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen meinen, zu genie&#223;en. Aber tats&#228;chlich ist es kein echter Genuss, sondern nur ein eingebildeter. Auf die Frage, was er eben gegessen habe, antwortet der Mann von Frau Lassen &#8220;Keine Ahnung, Hasi &#8211; aber es hat gut geschmeckt!&#8221; Frau Lassen kocht mit Hingabe leckere Hausmannskost, aber ihr Mann ist mit dem Gedanken in der Firma. Zum Fr&#252;hst&#252;ck studiert er die Aktienkurse, beim Mittag denkt er an die kommende Konferenz, beim Abendbrot an den Krimi danach. Kann so ein Mann eigentlich wirklich genie&#223;en? Er w&#252;rde es behaupten, aber man darf Zweifel haben.</p>
<p>Genie&#223;en hei&#223;t: loslassen k&#246;nnen! Es bedeutet, sich Zeit zu nehmen, aufmerksam wahrzunehmen, die Sinne auf das zu fokussieren, was ist. Das Konzept des &#8220;Hier und Jetzt&#8221; ist der Schl&#252;ssel zum Genuss! Wir befinden uns st&#228;ndig im Wenn-und-Aber, im Dann-und-Wann oder im Weder-Noch. Unsere Gedanken h&#228;ngen an der Vergangenheit oder streben in die Zukunft, aber die Gegenwart verpassen sie h&#228;ufig. Der Buddhismus schult seine Anh&#228;nger nicht umsonst in Achtsamkeit. Nur dieser Moment ist wichtig und lebendig. Alles andere ist bereits Erinnerung oder noch Zukunftsphantasie. Indem wir uns Zeit nehmen, das Essen zu genie&#223;en, w&#252;rdigen wir den Moment, den Koch, den Geschmack, das sch&#246;ne Geschirr, die Anwesenheit der Familie. Nichts davon ist selbstverst&#228;ndlich. Essen dient nicht nur der Notwendigkeit des &#220;berlebens, sondern ist auch ein Genuss. Leider haben wir in der Moderne eine falsche Vorstellung von Genuss entwickelt. Hauptsache, es schmeckt &#8211; ob es auch <strong>N&#228;hrwert und Vitalstoffgehalt </strong>hat, ist zweitrangig. Das macht sich die Nahrungsmittelindustrie zu Nutze und peppt alles mit Aromen, Vitaminen und nutzlosen F&#252;llstoffen auf. Sie nennt diesen Prozess &#8220;Veredelung&#8221;, aber tats&#228;chlich ist es eine Entwertung und Wiederaufwertung, an der viele Instanzen gut verdienen. Erst wenn wir genauer hinsehen, erkennen wir, wo wir f&#252;r dumm verkauft werden.</p>
<p>Wann haben Sie das letzte Mal frische Pellkartoffeln mit Butter und Salz gegessen? Einfache, bodenst&#228;ndige Gerichte wie dieses sind am Aussterben. Pizzas, D&#246;ner, Fastfood, Conveniencefood und Functional Food sind auf dem Vormarsch. Masse ersetzt Klasse, Qualit&#228;t wird zu Gunsten der Quantit&#228;t ausgehebelt. Kochen wird zu Gunsten der Mikrowelle oder des belegten Br&#246;tchens aus der B&#228;ckerei aufgegeben. Wer mit Genusstraining beginnen m&#246;chte, wird sich Zeit geben m&#252;ssen. Er stellt n&#228;mlich fest, dass seine Geschmacksnerven bereits auf die moderne Lebensweise geeicht sind. Zu salzig, zu s&#252;&#223;, ohne Ballaststoffe, aber mit viel Fettkalorien als Geschmackstr&#228;ger &#8211; das ist unser t&#228;glich Brot. Kohlrabi, M&#246;hrensuppe oder Quinoa mit Zuccini erscheinen uns geradezu als fade. Ein Leben ohne Schokolade, Pommes und Pizza? Undenkbar! Wenn das so ist, ist Genusstraining umso spannender! B&#228;rbel Graf kaufte sich eine Getreidem&#252;hle und isst nur noch Vollkornkuchen, Vollkornpizza und frisch gebackene Vollkornbr&#246;tchen. &#8220;Es ist ein sinnlicher Genuss, das duftende, noch warme Mehl zu verarbeiten!&#8221; sagt sie. Und was sagt ihre Waage dazu? Sie zeigt sich erleichtert! Der Ballaststoffgehalt ist hoch, Frau Graf ist schneller satt. Sie ist heute vitaler, bewegt sich mehr und meidet Kalorienbomben aus dem Supermarkt. Manchmal genie&#223;t sie im B&#252;ro einen <a title="Was bewirkt ein Formula-Drink?" href="http://www.diaet2.de/koerper-diaet/was-bewirkt-ein-formula-drink/">Formuladrink</a> statt der Handpizza oder legt einen spontanen Obsttag ein, weil die Erdbeeren gerade so herrlich duften.</p>
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		<title>Wie wirken Lebensmittel auf uns?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Probieren Sie einmal, sich den Unterschied zwischen einem Regal gef&#252;llt mit Formuladrinks, einem Regal voller loser Kartoffeln und einem Regal voller Tomaten plastisch vorzustellen. Was zieht Sie an, was macht Appetit? Klare Sache. Die Farbe Tomatenrot! Trotzdem werden wir, was unseren Appetit anbelangt, innere und &#228;u&#223;ere Werte in Betracht ziehen. Eine Tafel Schokolade ist eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Probieren Sie einmal, sich den Unterschied zwischen einem Regal gef&#252;llt mit Formuladrinks, einem Regal voller loser Kartoffeln und einem Regal voller Tomaten plastisch vorzustellen. Was zieht Sie an, was macht Appetit? Klare Sache. Die Farbe Tomatenrot! Trotzdem werden wir, was unseren Appetit anbelangt, innere und &#228;u&#223;ere Werte in Betracht ziehen. Eine Tafel Schokolade ist eigentlich nicht besonders attraktiv. Das wird sie erst, wenn wir ihren unnachahmlichen Geschmack kennen. Die Optik ist also nicht das alleinige Kriterium, das auf uns wirkt.</p>
<p><strong>Lebensmittel wirken &#252;ber viele Reize auf uns</strong>. Farben sind da genauso wichtig wie Aromen oder die Form. Aber auch tradiertes Wissen sorgt daf&#252;r, dass wir ein unscheinbares oder gar schmutziges Lebensmittel verzehren. Beispielsweise ist die Kartoffel im Rohzustand genau so attraktiv wie die Schwarzwurzel oder die Gelbe R&#252;be. Erst, wenn wir sie in verschiedenen Zubereitungen kennen, wirken sie auf uns appetitanregend. Essen kann uns au&#223;erdem definitiv gl&#252;cklich machen! Manche Gen&#252;sse sind erotisch, andere wieder exotisch. Einige streicheln die Seele, andere den Magen. Manches ist sogar ein echter Gute-Laune-Macher. Beispielsweise finden sich in frischen Bananen, Feigen oder Papaya, aber auch in der Avocado au&#223;er bioaktiven Substanzen, Mineralstoffen und Vitaminen auch Botenstoffe wie das Serotonin. Unser Serotoninspiegel sinkt im Winter und steigt im Sommer. Unter anderem deswegen steigt das Stimmungsbarometer im Fr&#252;hling, denn auch die Lichtintensit&#228;t kann die Serotoninproduktion ankurbeln. Nur wenige Lebensmittel enthalten diesen Gl&#252;cklichmacher. Gott sei Dank kann unser K&#246;rper aber <strong>Tryptophan</strong> im Hirn in Serotonin umwandeln. Ergo: Je mehr Tryptophan wir mit der Nahrung aufnehmen, desto mehr <strong>gl&#252;cklich machendes Serotonin </strong>haben wir im Blut.</p>
<p>Und worin ist diese Vorstufe des essbaren Gl&#252;cks nun enthalten? In Amaranth, Cashewkernen, Paran&#252;ssen, Quark und K&#228;se, Dinkel, Weizenkeimen und Sojabohnen-Produkten. Um in ausreichender Menge aufgenommen zu werden, sollte man diese Lebensmittel immer in Verbindung mit Kohlenhydraten verzehren. Pellkartoffeln mit Kr&#228;uterquark tragen genauso viel zu unserem Wohlbefinden bei wie eine Tafel Schokolade. Auch hier ist der Serotoninspiegel erh&#246;ht. Leider aber auch der Kalorienpegel! Wo die Kartoffel mit viel Vitamin C, Kalium und einer Menge Ballaststoffen aufwarten kann, bietet die Schokolade nur Zucker- und Fettkalorien. Das schm&#228;lert den Genuss zwar keineswegs, aber das Gewicht. Daher empfiehlt es sich, stets nur einen Riegel Schokolade zu naschen, nicht eine ganze Tafel. Was n&#252;tzt das schnelle Gl&#252;ck, wenn der anschlie&#223;ende Blick auf die Waage Reue und Frustration nach sich zieht?</p>
<p><strong>Essentielle Aminos&#228;uren wie das Tryptophan oder das Methionin sind &#252;berhaupt wichtige Lebensbausteine</strong>. Die essentiellen m&#252;ssen wir immer durch die Nahrung aufnehmen, weil der K&#246;rper sie nicht selber herstellen kann. Die nicht- und semi-essentiellen addieren sich dazu. Diese kann er zum Teil selber herstellen. Ein Organismus, der alle <strong>Vitalstoffe</strong> bekommt, die er ben&#246;tigt, ist von sich aus in Balance und &#8220;gl&#252;cklich&#8221;. Er meldet nirgendwo Notstand, Unter- oder &#220;berversorgung an. Leider wirken aber <strong>Aminos&#228;uren</strong> f&#252;r sich genommen genauso wenig interessant auf uns wie Omega-3-Fetts&#228;uren. Es sind ihre Tr&#228;ger, die uns Appetit machen. <strong>Vitalstoffreiche Lebensmittel </strong>wirken nicht unbedingt reizvoller auf uns als wertlose, aber s&#228;ttigende. Das wei&#223; auch die Lebensmittelindustrie. Sie macht uns mit wertlosen Kalorien gl&#252;cklich. Aber: Wir sind nicht verpflichtet, darauf hereinzufallen!</p>
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		<title>Wie kann ich mein Essverhalten beeinflussen bzw. ver&#228;ndern?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:55:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn wir eine Aussage &#252;ber unser Essverhalten machen sollen, bleiben wir meistens im Allgemeinen. Im Grunde esse ich gar nicht zu viel, sagen wir. Aber schon hier versch&#228;tzt man sich oft, denn die Menge des Gegessenen sagt nichts &#252;ber den Kaloriengehalt aus. Au&#223;erdem k&#246;nnen auch Getr&#228;nke mit Zuckergehalt ganz sch&#246;n zu Buche schlagen. Wir sagen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir eine Aussage &#252;ber unser Essverhalten machen sollen, bleiben wir meistens im Allgemeinen. Im Grunde esse ich gar nicht zu viel, sagen wir. Aber schon hier versch&#228;tzt man sich oft, denn die Menge des Gegessenen sagt nichts &#252;ber den Kaloriengehalt aus. Au&#223;erdem k&#246;nnen auch Getr&#228;nke mit Zuckergehalt ganz sch&#246;n zu Buche schlagen. Wir sagen, wir essen eigentlich ganz vern&#252;nftig und gesund. Doch die Relativierung &#8220;eigentlich&#8221; besagt schon, dass das nicht immer der Fall ist. Oft ist der <a title="Unterschied zwischen Hunger, Hei&#223;hunger und Appetit" href="http://www.diaet2.de/diaet-psyche/unterschied-zwischen-hunger-heisshunger-und-appetit/">Appetit</a> st&#228;rker als der Hunger. Eile, Stress oder Unvernunft treiben uns dazu, Pommes, D&#246;ner oder K&#228;sepizza zu essen.</p>
<p>Bevor wir unsere Ern&#228;hrungsgewohnheiten umstellen k&#246;nnen, m&#252;ssen wir sie kennen. Ein akribisch gef&#252;hrtes Ern&#228;hrungsprotokoll ist zwar l&#228;stig, im Computerzeitalter aber leicht machbar. Erst hier wird einem oft klar, dass man eigentlich st&#228;ndig etwas isst. F&#252;r den Darm ist es entlastend, wenn der Abstand zwischen zwei Mahlzeiten etwa vier Stunden betr&#228;gt. L&#228;sst man die Snacks und Zuckerbrausen dazwischen weg und trinkt stattdessen klares Mineralwasser, hat man schon den ersten Schritt zu mehr Bewusstsein getan. Vielleicht bemerkt man auch, dass man alle zwei Stunden etwas Zuckerhaltiges zu sich nimmt oder alle drei Tage eine Kalorienbombe verzehrt. Bewusstsein f&#252;r die eigenen Gewohnheiten zu schaffen, schafft auch Bewusstsein f&#252;r ihre Ver&#228;nderung. <strong>Brachiale Ern&#228;hrungsumstellungen h&#228;lt man meist nicht durch</strong>. Es ist sinnvoller, sich lieber langsam und stetig an das Ziel heranzutasten und dann dabei zu bleiben. Das Ziel sollte realistisch sein. M&#246;chte man eine gr&#246;&#223;ere Gewichtsabnahme erreichen, geht man sie am besten in kleinen Stufen an. Zun&#228;chst nimmt man zwei Kilo ab, dann erh&#246;ht man die Motivation f&#252;r weitere zwei Kilo. Realistische Ziele sind leichter zu erreichen als unrealistische, die in allzu weiter Ferne schweben.</p>
<p>Die schlimmsten Feinde unserer Ern&#228;hrungsumstellung oder Di&#228;t sind die Versuchung, der selbst auferlegte Zwang, der R&#252;ckfall und die Selbstkasteiung. Ihnen nicht zu unterliegen, braucht einiges an Verst&#228;ndnis f&#252;r uns selbst. Schlie&#223;lich hat es ja gute Gr&#252;nde, warum wir hin und wieder einen Trostsnack brauchen oder uns beim Essen manches Gerichts innerlich gestreichelt f&#252;hlen. Wer ein schneller Esser ist, merkt den S&#228;ttigungsgrad oft erst, wenn er schon zu viel gegessen hat. Solange noch etwas im Topf ist, neigen wir dazu, weiter zu essen &#8211; vor allem in Gesellschaft, wenn es besonders gut schmeckt. Auch eine <strong>Ern&#228;hrungsumstellung sollte Genuss erlauben </strong>und kleine S&#252;nden beinhalten. Sie ist nur dann erfolgreich, wenn es einem gut dabei geht. Motivationshilfen sind sinnvoll &#8211; so g&#246;nnte Rita Nissen sich zum Beispiel nach zehn Kilo Gewichtsabnahme ein Wellness-Wochenende mit der besten Freundin, um das neue K&#246;rpergef&#252;hl geb&#252;hrend zu feiern. Sie hatte es vermieden, sich t&#228;glich auf die Waage zu stellen, sondern es Sonntags zu einer Zeremonie gemacht. So blieb ihr die ganze Woche Zeit f&#252;r kleine Verzichts&#252;bungen oder den Ersatz einer Mahlzeit durch einen Formuladrink. Di&#228;t-Psychologen wissen, dass man weniger abnimmt, wenn man t&#228;glich auf die Waage steigt. Ebenso nimmt man weniger leicht ab, wenn man nebenbei isst und mit den Gedanken anderswo ist. Abnehmen beginnt tats&#228;chlich im Kopf! Selbstmotivation, langfristige Ziele, spielerische Freir&#228;ume und Bewusstheit f&#252;r alte Gewohnheiten sind wichtige Schl&#252;ssel zum Erfolg.</p>
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		<title>Was st&#246;rt das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[S&#228;ttigung und Hunger sind zwei wichtige Regularien unseres K&#246;rpers, die uns sagen, ob und wann wir essen sollen. Wir &#252;berleben, weil unser Organismus uns sagt, wann er was braucht. Durst signalisiert eine n&#246;tige Fl&#252;ssigkeitsaufnahme, Hunger den Bedarf an Nahrung. Das Gesagte gilt aber nur im Normalfall. Zahlreiche St&#246;rfaktoren hebeln nat&#252;rliche Hunger- und Durstgef&#252;hle aus. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>S&#228;ttigung und Hunger sind zwei wichtige Regularien unseres K&#246;rpers, die uns sagen, ob und wann wir essen sollen. Wir &#252;berleben, weil unser Organismus uns sagt, wann er was braucht. Durst signalisiert eine n&#246;tige Fl&#252;ssigkeitsaufnahme, Hunger den Bedarf an Nahrung. Das Gesagte gilt aber nur im Normalfall.</p>
<p>Zahlreiche St&#246;rfaktoren hebeln nat&#252;rliche Hunger- und Durstgef&#252;hle aus. Die krassesten Beispiele sind <strong>V&#246;llerei und Nahrungsverweigerung in Form einer Magersucht </strong>oder eines Hungerstreiks. Fr&#246;nen wir dem st&#228;ndigen Futtern, verliert das normale Hungergef&#252;hl die Orientierung. Es meldet sich durch die st&#228;ndige Nahrungsaufnahme entweder gar nicht mehr und wird durch st&#228;ndigen Appetit ersetzt &#8211; oder man hat st&#228;ndig Hunger und nie ein echtes S&#228;ttigungsgef&#252;hl. Auch die Mischung aus Hei&#223;hungerattacken und anschlie&#223;ender &#220;bers&#228;ttigung ist denkbar. Im anderen Falle schwindet das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl auch, wenn man dauerhaft zu wenig isst oder die Nahrungsaufnahme ganz verweigert. Anfangs macht sich der Hunger noch schmerzhaft bemerkbar. Dann gew&#246;hnt sich der K&#246;rper daran. Der Magers&#252;chtige unternimmt zahllose Anstrengungen, um dem permanenten Hunger zu widerstehen. Schlie&#223;lich hat er keinen mehr, obwohl er durchaus eine Gier nach Essen haben kann. Der Sieg &#252;ber die Gier gilt als Sieg &#252;ber den nicht gefallenden K&#246;rper schlechthin.</p>
<p>Der<strong> Bulimiker </strong>gibt dem Hungergef&#252;hl in einer Futterorgie nach, um diese Tat dann zu bedauern. Er kann Hunger und Appetit nicht widerstehen, m&#246;chte aber dennoch keine Kalorien aufnehmen. Er sieht also zu, dass er den vereinnahmten Berg Kalorien durch k&#252;nstliche Nachhilfe schnellstens wieder loswird. Fastende wissen ein Lied davon zu singen, dass man sich in den ersten Tagen des Fastens klapprig und schwach f&#252;hlt und schnell friert. Anschlie&#223;end aber erlebt man Gef&#252;hle der Euphorie oder Leichtigkeit. Am Ende der Fastenzeit f&#252;hlt man sich entschlackt und vitaler als zuvor. Das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl wird hier &#8211; meist unter &#228;rztlicher Aufsicht &#8211; nur eine Zeit lang &#252;bergangen. Klare Gem&#252;sesuppen und viel warmer Tee halten den Organismus in Balance und sp&#252;len toxische Schlacken aus. Das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl muss nachher durch einen sanften Wiedereinstieg in die Nahrungsaufnahme erneut hergestellt werden. Wer sich nach dem Fasten gleich richtig satt isst, weil er Hei&#223;hunger versp&#252;rt, dem geht es nicht gut dabei.</p>
<p>Auch bestimmte Di&#228;ten k&#246;nnen das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl unterlaufen und st&#246;ren. Mehr noch als das, k&#246;nnen Zigaretten, Tabletten und Drogen die nat&#252;rlichen Regularien nachhaltig st&#246;ren. Abf&#252;hrmittel und Appetitz&#252;gler suggerieren dem K&#246;rper unnat&#252;rliche Rhythmen des Verdauens, Abf&#252;hrens oder Essenwollens. Zigaretten mindern den Appetit und werden daher oft ganz gezielt als Mittel gegen eine Gewichtszunahme eingesetzt. Sie verschaffen einem eine kalorienarme orale Befriedigung. Das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl wird mit zwei Zigaretten und einer Tasse Kaffee behandelt. Dieses Rezeptes bedienen sich auch zahlreiche Fotomodelle, die den Appetit mit zus&#228;tzlichen Kokaindosen noch weiter heruntermindern. Wie wir sehen, k&#246;nnen wir auf verschiedenste Arten unliebsamen Einfluss auf das nat&#252;rliche Hungergef&#252;hl nehmen und essen dann entsprechend. Oder auch nicht! Letzten Endes bedienen sich auch Di&#228;triegel und <strong>Formulagetr&#228;nke</strong> der vermeintlichen S&#228;ttigung des Hungers &#8211; dies aber zur positiven Unterst&#252;tzung einer n&#246;tigen Gewichtsreduktion.</p>
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		<title>Unterschied zwischen Hunger, Hei&#223;hunger und Appetit</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:52:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Appetit, Hei&#223;hunger und Hunger sind uns allen bekannt. Aber oft unterscheiden wir sie gar nicht mehr genau. Zum Teil gehen sie auch ineinander &#252;ber oder wir bewerten sie falsch. So haben wir beispielsweise nicht unbedingt Hunger, wenn wir zu Mittag essen. Wir essen h&#228;ufig, weil es ein Uhr ist und wir Mittagspause haben &#8211; oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Appetit, Hei&#223;hunger und Hunger sind uns allen bekannt. Aber oft unterscheiden wir sie gar nicht mehr genau. Zum Teil gehen sie auch ineinander &#252;ber oder wir bewerten sie falsch. So haben wir beispielsweise nicht unbedingt Hunger, wenn wir zu Mittag essen. Wir essen h&#228;ufig, weil es ein Uhr ist und wir Mittagspause haben &#8211; oder weil die Familie gewohnt ist, um diese Uhrzeit am Mittagstisch zu sitzen. Der K&#246;rper kann sich durchaus auf solche Essenszeiten einstellen und dann Hunger entwickeln. Ob man drei Mahlzeiten am Tag favorisiert oder lieber f&#252;nf kleine Mahlzeiten isst, ist individuell verschieden.</p>
<p>Hunger und Hunger und Hunger sind drei verschiedene Schuh! Der schlimmste Hunger entsteht durch chronischen Nahrungsmangel in Krisengebieten der Erde und ist auch der deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeneration bekannt. Die damaligen Essensrationierungen f&#252;hrten zu Schwarzmarkt- und Tauschgesch&#228;ften, Diebstahl und Schwarzarbeit im Tausch gegen Essen. Diesen Hunger kennen wir Wohlstandsb&#252;rger im Regelfall nicht mehr. Unser Magen meldet sich, wenn die letzte Mahlzeit objektiv oder subjektiv zu lange her ist. Es ist ein nat&#252;rlicher Melde-Reflex des Organismus, damit wir wieder Nahrung aufnehmen. Heute sprechen wir aber auch vom &#8220;kleinen Hunger zwischendurch&#8221;. &#220;berall werden Snacks und kleine Imbisse angeboten. Sie sollen durch entsprechende Auslagen, D&#252;fte oder Plakate unseren Appetit anregen. Haben wir dann tats&#228;chlich immer Hunger? Nicht unbedingt. Manchmal essen wir auch vorbeugend etwas Kleines, schon bevor der Hunger kommt. Vielleicht ist ein Termin der Grund, vielleicht auch nur Gewohnheit oder Appetit. Das <strong>Hungergef&#252;hl wird durch Neurotransmitter im Hypothalamus ausgel&#246;st </strong>und f&#252;hrt zu unangenehmer Leere im Magen und dem ber&#252;hmten Magenknurren. Nach neuestem Forschungsstand ist das Niveau der Glucose im Blut ebenfalls am Hungergef&#252;hl beteiligt, ebenso der Leptinspiegel und der Insulinspiegel. Ein Hungergef&#252;hl ist also ein hochkomplexer physiologischer Vorgang. Interessant ist, dass auch Menschen ohne Magen Hungergef&#252;hle haben! Von uns akzeptierte oder selbst gew&#228;hlte Hungergef&#252;hle haben wir, wenn wir vor einer Operation oder freiwillig fasten. Diese Form des Hungers ist eine, die der Entschlackung oder Operationsvorbereitung dient.</p>
<p>Der Appetit ist hingegen eine sinnliche Reizreaktion. Sie kann durch einen leckeren Duft, ein pures Denken an etwas Bestimmtes oder die Erinnerung an einen sch&#246;nen Moment, in dem man etwas Bestimmtes gegessen hat, ausgel&#246;st werden. Dass man bei Hunger meistens mit gutem Appetit gesegnet ist, ist jedem automatisch klar. Eine interessante Sache ist es aber, dass man auch ohne jeden Hunger Appetit auf Essen haben kann. Schokolade futtert man eher nicht aus Hunger, sondern aus Appetit auf S&#252;&#223;es. Falls etwas in uns danach hungert, kann durchaus die Seele der Hungergeist sein! Au&#223;erdem kann man durchaus Hunger haben, aber keinen Appetit. Und was ist nun Hei&#223;hunger? Er definiert sich durch einen schier unstillbaren Drang, sofort etwas Bestimmtes zu essen. Schwangere Frauen kennen Hei&#223;hunger auf Erdbeeren oder saure Gurken. Unter Medizinern unterscheidet man drei Formen des Hei&#223;hungers: K&#246;rperlich bedingten, seelisch bedingten Hunger und Hei&#223;hunger, der beides zugleich ist. Hei&#223;hunger kann durch eine akute Unterzuckerung ebenso entstehen wie durch einseitige Di&#228;ten, Schwangerschaften, Hormonschwankungen oder Stress.</p>
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		<title>Geschlechtsspezifisches Essverhalten</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:52:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit Klischees sollte man immer vorsichtig sein, denn sie gelten m&#246;glicherweise nicht mehr. Jede Zeit hat ihre eigenen Verhaltensmuster, Sprach-Codexe oder Paradigmata. Was die Ern&#228;hrung anbelangt, hat auch jede Zeit, jede Kultur und jede Gesellschaft, ja sogar jede Familie, ihre eigene Vorstellung von gesunder Ern&#228;hrung. Die der jungen Leute unterscheidet sich dabei auch noch von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Klischees sollte man immer vorsichtig sein, denn sie gelten m&#246;glicherweise nicht mehr. Jede Zeit hat ihre eigenen Verhaltensmuster, Sprach-Codexe oder Paradigmata. Was die Ern&#228;hrung anbelangt, hat auch jede Zeit, jede Kultur und jede Gesellschaft, ja sogar jede Familie, ihre eigene Vorstellung von gesunder Ern&#228;hrung. Die der jungen Leute unterscheidet sich dabei auch noch von der der &#228;lteren Generation.</p>
<p>Unabh&#228;ngig davon kann man einige Feststellungen machen, die geschlechtsspezifisch sind. Es sind nat&#252;rlich auch Verallgemeinerungen, die nicht auf jeden zutreffen, aber auf das Gros der Menschen. M&#228;nner essen lieber st&#228;rker gew&#252;rzt. Sie bevorzugen Fleisch. Demnach ist die Zahl der m&#228;nnlichen Vegetarier kleiner. Insgesamt haben M&#228;nner eine lockere Einstellung zur Nahrung. Sie achten nicht gerne auf Kalorien, N&#228;hrstoffgehalte oder Gesundheitswerte. Es muss schmecken!</p>
<p><strong>Frauen ist der Vitalstoffgehalt wichtiger</strong>, allein schon wegen der Kinder! Sie essen weniger Fleisch, greifen eher zu Obst und Gem&#252;se, achten auf Kaloriengehalt, Zutatenlisten und Vitalstoffdichte. Ihre Portionen fallen kleiner aus, sie verzichten gelegentlich auf den Nachtisch. Die Figur steht bei Frauen h&#228;ufig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Der Blick auf die Waage geh&#246;rt zum Alltag. Folglich kommen bei Frauen h&#228;ufiger Ess-St&#246;rungen vor. Es kommt zu Magersucht, Bulimie oder Fettsucht infolge des Sch&#246;nheitsideals einer schlanken Figur. Die Betroffenen hadern mit dem K&#246;rper oder mit dessen Weiblichkeit. M&#228;nner sind unempfindlicher, wissen sie sich doch sexuell attraktiv, im Besitz gr&#246;&#223;erer Karrierechancen, einem besseren Gehalt, einem h&#246;heren Ansehen. Ihr K&#246;rper unterliegt nur in jungen Jahren einem sportlichen Idealbild. Ein f&#252;lliger m&#228;nnlicher K&#246;rper bedeutet sp&#228;ter sichtbare Pr&#228;senz und eindrucksvolle Gewichtigkeit. Frauen werden als dick und unattraktiv wahrgenommen. Maite Kelly und Beth Ditto sei Dank, erleben wir aber gerade das Gegenteil: &#220;berquellende Lebensfreude und eine starke Figur. Ob sie gesund bleibt, ist eine andere Debatte wert!</p>
<p>Dass unsere Psyche in Bezug auf das Essverhalten eine Rolle spielt, wissen wir. Alarmierend ist, dass immer mehr M&#228;nner in den Industriestaaten an Ess-St&#246;rungen leiden, wobei sie zu <a title="Warum ist &#220;bergewicht &#252;berhaupt problematisch?" href="http://www.diaet2.de/koerper-diaet/warum-ist-ubergewicht-uberhaupt-problematisch/">Adipositas oder Fettsucht </a>neigen. Auch sie unterliegen immer mehr Karrieredruck und sozialen Erwartungen. Die Ideale unserer Zeit sind f&#252;r viele unerf&#252;llbar. Das einfachste Frustventil ist das Essen. Das &#220;berangebot von Nahrungsmitteln, Kalorienbomben und Sattmachern &#252;berw&#228;ltigt zunehmend auch den Mann. Das Cocooning als R&#252;ckzug in die Privatsph&#228;re zieht Bewegungsmangel nach sich: Ein weiterer Meilenstein zu einer f&#252;lligen Figur. Genetische Veranlagung kann hinzukommen. Als geschlechtsspezifische Risikofaktoren f&#252;r Gewichtszunahme sind bei Frauen Schwangerschaften und Wechseljahre zu nennen. Eine Studie von Mosher und Danoff-Burg aus dem Jahre 2008 legt nahe, dass der Gender-Unterschied im jugendlichen Alter relativ klein ist, aber mit dem Alter bedeutender wird. Untersuchungen in Finnland und den USA ergaben, dass sich jedes vierte M&#228;dchen als „fett“ bezeichnet, selbst wenn die Figur vollkommen in Ordnung ist. Hier gelten anscheinend ganz besonders strenge Figur-Ideale! Interessant ist, dass<strong> M&#228;nner als Gegenma&#223;nahme eher Sport w&#228;hlen, w&#228;hrend Frauen Di&#228;ten machen</strong>.</p>
<p>Geschlechtsspezifisch unterschiedlich ist das Essverhalten auch bei affektiven Erkrankungen und Depressionen. <strong>M&#228;nner neigen als Reaktion eher zu Sucht- und Zwangserkrankungen</strong>, Frauen verlieren sich lieber in Hei&#223;hungerattacken, Frustessen oder Hunger auf S&#252;&#223;igkeiten. Klar ist auch, dass das Ess-, Bewegungs- und Abnehmverhalten von Vater und Mutter &#8220;abf&#228;rbt&#8221; auf die n&#228;chste und &#252;bern&#228;chste Generation.</p>
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		<title>Warum essen wir, wie wir essen?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie und was wir essen, ist von vielen Kriterien abh&#228;ngig. Eines davon ist, wo wir leben. In Deutschland essen wir ganz anders als in Ruanda, Neufundland oder Japan. In einer zivilisierten Gesellschaft ern&#228;hren wir uns anders als in einem Wildbeuter-, J&#228;ger- oder Viehz&#252;chtervolk oder in einer hungergeplagten Krisenregion. Die Ern&#228;hrungsethnologie ist ein neuerer Zweig der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie und was wir essen, ist von vielen Kriterien abh&#228;ngig. Eines davon ist, wo wir leben. In Deutschland essen wir ganz anders als in Ruanda, Neufundland oder Japan. In einer zivilisierten Gesellschaft ern&#228;hren wir uns anders als in einem Wildbeuter-, J&#228;ger- oder Viehz&#252;chtervolk oder in einer hungergeplagten Krisenregion. Die<strong> Ern&#228;hrungsethnologie </strong>ist ein neuerer Zweig der V&#246;lkerkunde. Sie befasst sich unter anderem mit verschiedenen Zubereitungsarten und Rezepten, dem N&#228;hrwert von Maden, Beeren und Wurzeln, hinterfragt bestimmte Nahrungsopfer, die Umwelteinfl&#252;sse und ihre Wirkung auf das Nahrungsangebot oder bestimmte Verhaltensweisen rund um das Essen.</p>
<p><strong>Warum wir essen, wie wir essen, ist also umwelt- und regionsabh&#228;ngig</strong>. In jeder Region der Erde verf&#252;gen die dort lebenden V&#246;lker &#252;ber tradiertes Ern&#228;hrungswissen. Sie wissen genau, wo und wann sie welche Wurzeln, Fr&#252;chte und Beeren finden, die essbar sind. Sie wissen, wann bestimmte Wildarten in der Region sind und wie man sie erlegt, zubereitet und konserviert. Was, wann und wie wir essen, ist auch kulturell und sozial verschieden gepr&#228;gt. Reiche essen &#252;berall auf Erden anders als Arme, Bergv&#246;lker in eisigen Regionen tischen andere Nahrungsmittel auf als Menschen in hei&#223;en L&#228;ndern. Was wir verzehren, ist au&#223;erdem gepr&#228;gt von Temperaturen und klimatischen Bedingungen, die wiederum das Angebot dessen bestimmen, was wir essen k&#246;nnen. In Tibet konnte man lange nur wenig Importiertes genie&#223;en. Man musste sich mit dem begn&#252;gen, was angebaut, geschlachtet und geerntet wurde und hoffen, dass man etwas Besonderes wie Aprikosen, Salz oder Gem&#252;se im Tauschhandel erhielt. Das limitierte das Angebot meistens auf wenige Lebensmittel. Kein Wunder also, dass man an Festtagen alle Einkaufs-Quellen nutzte, umso &#252;ppiger auftischte und unglaublich zulangen konnte!</p>
<p>Die <strong>Genetik spielt eine gro&#223;e Rolle im Essverhalten</strong>. M&#228;nner essen anders als Frauen. Im Alter mag man oft Dinge, die man als junger Mensch nicht ausstehen konnte. Hier flie&#223;t aber auch eine gewisse Schulung und Gew&#246;hnung mit ein. Haupts&#228;chlich werden aber unsere Geschmacksnerven mit der Zeit anders gesteuert. Kinder reagieren anders auf Bitterstoffe als Erwachsene &#8211; und das sch&#252;tzt sie vor Gefahren. Duftet aber ein Shampoo nach Apfelaroma, gef&#228;hrdet und t&#228;uscht sie dieses Aroma auch. Dadurch kommt es immer wieder zu Unf&#228;llen mit aromatisierten Produkten. Unsere Gene bestimmen teilweise mit, was wir vertragen und was nicht. Bestimmte Nahrungsmittelallergien oder Unvertr&#228;glichkeiten sind durchaus in der Anlage vererbbar. Ganze V&#246;lker vertragen beispielsweise keine Milchprodukte. In unseren Breiten ist die Werbung ein gravierender Einflussnehmer! Sie suggeriert uns, was gesund und lecker ist und wir &#252;bernehmen das unkritisch. Statt des tradierten Essverhaltens fr&#246;nen wir zunehmend einer neuen Ern&#228;hrungsphilosophie. Cola statt Wasser, Burger statt Kohlrabi, Fettgebackenes statt M&#246;hrensalat, Schokopudding statt Apfelkompott, das bleibt aber nicht ohne Folgen. Sie ver&#228;ndern nicht nur unsere Figur zum Nachteil, sondern haben auch andere N&#228;hrwertgehalte und Vitalstoffmengen. Und: Wir geben unser modifiziertes Essverhalten weiter. Im Luxus eines Riesenangebots essen wir nicht mehr, um zu &#252;berleben &#8211; sondern, weil es schmeckt. Wir ziehen wertlose Nahrung der wertvollen vor, lassen uns vorgaukeln, &#8220;veredelte&#8221; Produkte der Lebensmittelchemie seien vitaminreicher, ges&#252;nder und leckerer als die Fr&#252;chte des Feldes. Conveniencefood ersetzt Kochkunst und wir lernen von der modernen Mutter, dass das praktisch und o.k. ist.</p>
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		<title>Dickmacher des Alltags</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:47:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unser Alltag ist ein anderer als noch vor f&#252;nfzig Jahren. Damals verdiente der Mann das Geld, die Hausfrau versorgte Haus oder Wohnung. Man ging selten essen. Fastfood war ein Begriff, den man hierzulande kaum kannte. Niemand w&#228;re auf die Idee gekommen, dem Dauerstress im B&#252;ro den Griff in eine volumin&#246;se Sch&#252;ssel entgegenzusetzen, in der allw&#246;chentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Alltag ist ein anderer als noch vor f&#252;nfzig Jahren. Damals verdiente der Mann das Geld, die Hausfrau versorgte Haus oder Wohnung. Man ging selten essen. Fastfood war ein Begriff, den man hierzulande kaum kannte. Niemand w&#228;re auf die Idee gekommen, dem Dauerstress im B&#252;ro den Griff in eine volumin&#246;se Sch&#252;ssel entgegenzusetzen, in der allw&#246;chentlich pfundweise <strong>Gummiteddys, Lakritze, Kekse, Schokoriegel und Chips </strong>versenkt werden. Heute ist <strong><a title="Dickmacher des Alltags" href="http://www.diaet2.de/ernaehrung/dickmacher-des-alltags/">Stressfutter </a></strong>ebenso normal wie der kalorienreiche Seelentr&#246;ster oder Snack zwischendurch oder der mitt&#228;gliche Gang zur Pizzabude. Die Ladenregale sind voll mit Convenienceprodukten. Viele sind heimliche Dickmacher.</p>
<p>Die Aufschrift auf den Weingummis verk&#252;ndet un&#252;bersehbar &#8220;fettfrei&#8221;, aber der Zuckergehalt erledigt die Figur auch. Die so genannten Wellnessdrinks sind wahre Zuckerbomben. Wenn man beim Zahnarzt den Zuckergehalt einer Cola demonstriert bekommt, wundert man sich: 36 St&#252;ck W&#252;rfelzucker t&#252;rmen sich neben der Flasche! Dank eines engen Terminplans, einer zu kurzen Mittagspause oder zahlreicher Besorgungen futtern wir schnell einen Hamburger, einen D&#246;ner oder eine Currywurst. Wo g&#228;be es denn in der City auch gesundes Essen?! &#220;berall sehen einen<strong> Pizzas mit &#252;berdicken K&#228;seschichten, D&#246;ner mit Pommes </strong>und dick belegte Br&#246;tchen mit Remoulade an! Selbst wer auf schlanken Coffee-to-go und zwei Zigaretten setzt, nimmt zumindest ein belegtes Br&#246;tchen mit Remoulade mit an den Arbeitsplatz. Man hat zuerst gelacht, als der K&#246;nig von Bhutan verk&#252;ndete, nicht das Bruttosozialprodukt seines Landes sei ihm wichtig, sondern das Bruttosozialgl&#252;ck seines Volkes. Doch dieser Mann ist ein Weiser, denn er erkannte, woran es uns meistens mangelt: Am Gef&#252;hl, gl&#252;cklich, wertvoll und ausgef&#252;llt zu sein. Um uns Ersatzbefriedigungen zu verschaffen, essen wir zu viel.</p>
<p>Die Liste der Dickmacher ist lang. Fett und Zucker zu Beginn einer Inhaltsliste weisen uns auf <strong>Kalorienbomben</strong> hin. Doch auf einem Hamburger oder D&#246;ner steht eben keine Kalorienangabe. Den gr&#246;&#223;ten Teil unser t&#228;glich aufgenommenen Fett- und Zuckermenge finden wir in versteckten Fetten und S&#252;&#223;ungsmitteln. K&#228;se, Wurst, Kekse, Chips und Erdnussflips, Speiseeis und Salatdressings wuchern mit den Kalorien. Doch f&#252;r jedes fett- und zuckerhaltige Produkt gibt es auch magere Alternativen. Die so genannten Light-Produkte sind meist keine gute Alternative! Vieles, was sich als &#8220;zuckerfrei&#8221; ausgibt, enth&#228;lt nur keinen Haushaltszucker. Stattdessen listen sich drei oder vier andere Zuckerarten sowie diverse S&#252;&#223;ungsmitteln auf. Hinter Glukose, Maltose, Fruktose oder Laktose, Honig, Ahorn-, Glukose- und Fruchtsirup verbergen sich Kalorienbomben. Auch <strong>Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit oder Maltit sind figurfeindlich</strong>. Der Vermerk &#8220;ohne Zuckerzusatz&#8221; ist reine Augenwischerei.</p>
<p>Er besagt lediglich, dass der Hersteller neben nat&#252;rlicher S&#252;&#223;e aus Fr&#252;chten keine weiteren S&#252;&#223;ungsmittel zugesetzt hat. Umstritten sind auch die S&#252;&#223;stoffe, die den Hei&#223;hunger nach S&#252;&#223;igkeiten erst Recht anheizen. Auch sie steigern das Risiko, am Metabolischen Syndrom zu erkranken, wie eine Studie der Boston University School of Medicine ergab. Die Kombination von &#220;bergewicht, einem gest&#246;rten Zuckerstoffwechsel, erh&#246;hten Blutfettwerten und Bluthochdruck lauert also auch in Light-Produkten. Viele Dickmacher des Alltags werden nur gegessen, weil wir unsere innere Leere f&#252;llen wollen, Liebesersatz und Seelentrost brauchen, weil wir unzufrieden, gelangweilt, gestresst und ungl&#252;cklich sind. Zum bereits erw&#228;hnten Bruttosozialgl&#252;ck gelangen wir aber nur, wenn wir auch mit der Figur zufrieden sind! Kalorienbomben machen nur die Hersteller gl&#252;cklich!</p>
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